Riester Rente für Unternehmer und Selbstständige

Riester Rente Unternehmer und Selbstsändige

Grundsätzlich ist anzumerken, dass die Riester Rente für Unternehmer nur sehr bedingt bis gar nicht geeignet ist. Das liegt in der allgemein fehlenden gesetzlichen Versicherungspflicht für Unternehmer in Deutschland begründet, durch die es an der wesentlichen Grundlage für die staatlichen Zulagen und Förderungen eines Riester Vertrages fehlt. Bei der Frage, ob ein Riester Vertrag ein geeignetes Mittel zur persönlichen privaten Altersvorsorge darstellt, ist nämlich immer das Wesen der Riester Rente im Blick zu behalten.

Da es sich bei der Riester Rente aber um eine vom Staat mit Hilfe von Zulagen und verschiedenen Sonderausgabeabzugsmöglichkeiten geförderten Rente handelt, die vor allem dazu dient, dass durch die Rentenreform noch größer gewordene gesetzliche „Rentenloch" zu stopfen, scheint es schon fast aus dieser Tatsache logisch, dass die Riester Rente kein Medium für Selbständige und Angehörige der sog. freien Berufe ist, die nicht der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen.

 

Vergleich und Angebot zur Riester Rente

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Altersvorsorge für Unternehmer und Selbstständige

 

Dabei kann man sich für genauere Informationen natürlich im Internet oder bei unabhängigen Finanz- und Vermögensberatern informieren, allerdings sollte dies immer vor dem Hintergrund der gesetzlichen Bestimmungen aus dem sog. Altersvermögensgesetz (AVmG) und dem Einkommensteuergesetz geschehen, wobei bei letzterem vor allem die Inhalte der §§ 10a und 79 ff zu beachten sind. Wichtig für eine Bestimmung des persönlichen Nutzens aus einem sog. Riester Vertrag ist immer auch die Kenntnis der grundlegenden Eigenschaften der Riester Rente. Da aus einem solchen vertrag nicht nur Vorteile sondern auch - vor allem bei höherem Einkommen - gravierende Nachteile entstehen können, die von zahlreichen Kritikern dieses Modells öffentlich angeprangert werden, sollten sich auch besser verdienende leitende Angestellte eine Abkehr von der gesetzlichen Versicherung und damit von der Riester Rente konkret überlegen, denn auch für diese Personengruppe wäre eine solide Versicherung und Vorsorge mit Hilfe einer privaten Versicherung wohl die bessere und sicherere Alternative.

 

Im Falle eines Konkurses würde es sich zwar positiv für Unternehmer auswirken, dass das Guthaben innerhalb eines Riester Vertrages während der Ansparphase einen Pfändungsschutz besitzt, allerdings kann auch diese Tatsache nicht über zahlreiche Nachteile hinwegtäuschen. Zum einen müsste eine gesetzliche Rentenversicherung abgeschlossen werden, die nicht nur überproportional teuer ist, sondern deren Leistung auch mehr als in Frage gezogen werden kann. Ein Wohnsitz im Ausland - sei es aus privaten oder beruflichen Gründen  - würde den Nutzen des Riester Vertrages tilgen, denn bei einem Wegzug aus Deutschland müssten alle erhaltenen Zulagen und Vergünstigungen zurückgezahlt werden.

Da das oberste Ziel eines jeden Unternehmers aber in der Maximierung des Unternehmensgewinns liegen sollte, ist dies nur mit einem stetigen Wachstum des Unternehmens und einer regelmäßigen Expansion zu erreichen. Beide Ziele lassen sich also nicht mit einem ausschließlichen deutschen Wohn- und Firmensitz vereinbaren, so dass der Riester vertrag - wenn überhaupt - wirklich nur für ganz kleine Unternehmen in Frage kommen kann. Hier stellt sich aber wiederum die Frage, ob es sich lohnt, nur wegen der Riester Rente teures Geld für eine gesetzliche Rentenversicherung auszugeben, die letztlich nur noch mit 67 % leistet.

 

Alles in allem scheint sich die Riester Rente für Unternehmer nicht zu eignen, so dass zur Altersvorsorge besser ein anderes Medium, wie Immobilien oder Aktien, herangezogen werden sollte.